Sonderpreis des Kulturpreis Schlesien 2010 für die Bente Kahan Stiftung

Der 1977 ins Leben gerufene Kulturpreis Schlesien dient der Würdigung von Künstlern, die entweder selbst aus Schlesien stammen oder deren Werk Bezüge zu Schlesien aufweist. Die beiden Hauptpreise sind mit je 4.000 Euro und der Sonderpreis mit 3.000 Euro dotiert.

Schünemann sagte nach der Jurysitzung in Berlin: “Ich bin überzeugt, die Jury hat würdige Preisträger ausgewählt, die im Sinne des Kulturpreises einen wichtigen Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung leisten”.

Prof. Dr. Arno Herzig, 1937 in Albendorf bei Glatz geboren, besuchte ab 1948 die Internatsschule der schlesischen Franziskaner in Ottbergen bei Hildesheim und anschließend das Gymnasium Josephinum in Hildesheim. Nach dem Abitur schloss sich ein Studium der Geschichte, Geografie und Germanistik in Würzburg und Wien an. Nach verschiedenen Stationen erhielt er von der Universität Hamburg einen Ruf als Professor für Frühe Neuzeit. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung im Jahre 2002. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Geschichte Schlesiens, zu der er sieben Monografien und über 50 Aufsätze verfasst und fünf Forschungsbände herausgegeben hat. Ab den 80er Jahren war Prof. Herzig häufig zu Forschungsaufenthalten in Breslau und unterhielt Kontakte mit Kollegen der Universität Breslau, die bis heute bestehen.

Prof. Ewa Michnik ist seit 1995 Intendantin und Generalmusikdirektorin der Oper Breslau. Mit der ersten Breslauer Produktion von Wagners gesamten “Ring des Nibelungen” nach 1945 hat sie Operngeschichte geschrieben. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Opern Hannover und Breslau mit der Inszenierung durch den ehemaligen Intendanten der Staatsoper Hannover, Prof. Hans-Peter Lehmann, intensiviert.

Den Sonderpreis 2010 erhält die Bente Kahan Stiftung. 2006 gründete die jüdische Künstlerin die nach ihr benannte Stiftung in Breslau. Kahan setzt sich für die Darstellung des früheren jüdischen Lebens in Breslau und für die Verständigung von Völkern und Religionen in Europa ein.

Minister Schünemann hob anlässlich der Preisverleihung hervor: “Der Kulturpreis Schlesien hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Symbol für ein partnerschaftliches Miteinander unserer beiden Völker entwickelt. Der Kulturpreis ist damit im besten Sinne ein Begegnungspreis geworden, der jedes Jahr Menschen aus Deutschland und Polen zusammenführt”.

 

Di Gojim in der Storch-Synagoge, 11. Juli, 17.00 Uhr

INTERNATIONALE KLEZMER SENSATION!
Übersetzt heißen sie “nicht-Juden”, sie sind sechs Musiker aus Holland, die Kunst der westlichen Musik mit der Kraft der östlichen Folk- und Klezmermusik verbinden. Jeder von ihnen hat einen anderen Musik-Hintergrund, u.A. Jazz, Folk, Klassik, und Blasorchester. In ganz Europa bekannt, sind “Di Gojim” eine der führenden Klezmerkapellen.

Der Auftritt auf dem Internationalem Klezmerfestival in Safed in Israel brachte “Di Gojim” den Durchbruch. Die Stadt war mit den besten Klezmer Israels gefüllt, und trotzdem wurden “Di Gojim” als die beste Band des Festivals ausgezeichnet.
In New York spielte die Band in dem Eldridge Street Project von Yale Stromdem, sie waren die einzige Kapelle aus dem Ausland – ein großes Kompliment an die Musiker. Das Publikum und die Presse liebten sie.
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Ilana Eliya in der Storch-Synagoge, 04.07, 17.00 Uhr

Ilana Eliya wurde in Israel als Tochter kurdischer Immigranten geboren. Ihre Familientradition verbat Frauen zu singen. Ihren ersten öffentlichen hatte sie erst nachdem ihr Vater, ein Kantor, gestorben ist.

Ihre Stimme war schon im Kindesalter unverwechselbar, in ihrem Repertoire finden wir alte und neue kurdische , aber auch arabisch und andalusisch inspirierte Lieder.

Ihre erste Platte – “Jabalio” – wurde 1993 veröffentlicht hat sofort breites Publikum gefunden, sowohl in Israel als auch unter Liebhabern kurdischer Musik. Ilana Eliya ist fast überall auf der Welt aufgetreten.

Das Konzert wurde in Zusammenarbeit mit dem Verein Festival der Jüdischen Kultur in Kraków vorbereitet.

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Bente Kahan Stiftung dankt der Sygit Band


Photos: Katka Szmorąg www.pracowniafotografika.com

 

Wiedergewonnene Geschichte

Wir laden herzlich zu der Ausstellung “Wiedergewonnene Geschichte – Jüdisches Leben in Breslau und Niederschlesien” ein. Eintritt frei. Die Ausstellung ist Sonntags von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr und Montags bis Freitags 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Samstags Geschlossen (Schabbat).

 

Wergelands Erbe

Wir laden Sie herzlich zu der Ausstellung “Wergelands Erbe – Jüdisches Leben in Norwegen 1851-1945″ ein. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist Sonntags von 14.00 bis 16.00 Uhr und Montags bis Freitags 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Samstags geschlossen (Schabbat).